MPG goes America

Day 15 (26. Oktober)

von Cornelia Kläsener, Nick Burghardt und René Brockel


 

Cornelia Kläsener:

Heute ist wieder ein ganz normaler Schultag auf einer „unserer“ Schulen in Bradenton, der State College of Florida Collegiate School.  Die Collegiate  School ist keine öffentliche Schule, sondern eine charter school. Sie wurde erst 2010 gegründet und, wie ihr Name sagt, gehört sie zum College. Zu Anfang besuchten hauptsächlich Kinder von Collegemitarbeitern diese Schule. Inzwischen ist das nicht mehr so. Anders als in einer normalen high school, die die Stufen 9-12 umfasst, sind die Schüler hier von der Stufe 6 bis zur Stufe 10. In diesen 5 Jahren werden sie mit einem anspruchsvolleren und beschleunigten Curriculum auf die Stufen 11 und 12 vorbereitet, die sie bereits auf dem College verbringen.


Um in der Stufe 11 Kurse auf dem College besuchen zu können, müssen die Schüler und Schülerinnen einen sehr guten Durchschnitt nach der 10 haben und eine Aufnahmeprüfung machen.  
Nach Abschluss der zwei Jahre haben die SchülerInnen nicht nur ein High School Diploma, sondern auch einen „Associate Degree“, den  Abschluss eines zweijährigen College, den man normalerweise erst zwei Jahre nach der high school und einem zweijährigen Collegebesuch bekommt.

Nick Burghardt und René Brockel:

Wir müssen heute schon früh am Morgen losfahren, damit wir pünktlich in die Schule kommen, da die Collegiate School eine Stunde von unserem Wohnort „out east“ entfernt ist. Da unsere amerikanische Partnerschülerin bereits das College besucht, sind uns zusätzlich sogenannte Tagespartner an der Collegiate School zugewiesen worden.


Wie jeden Tag folgen wir zunächst den amerikanischen Schülern. Im Unterrichtsfach „Economics“ haben wir unser Wissen über die beiden Partnerländer auf die Probe gestellt, indem wir gegen jeweils drei amerikanische Schüler in einem Wissenstest Florida gegen Deutschland angetreten sind. Mit Fragen wie z.B. „Wofür steht BMW?“ oder „Wo sind die BMW-Autowerke in den Vereinigten Staaten von Amerika?“ haben wir hier unser Wissen ausgetauscht und so unseren Wissensschatz erweitert.

Danach haben wir die Neuntklässler und Zehntklässler  in einer von uns vorbereiteten Präsentation über GAPP informiert und ca. 30 SchülerInnen waren an unserem Austauschprogramm interessiert. Jetzt muss man nur abwarten, wie viele sich dafür verbindlich anmelden.
Nach der Schule geht es dann zurück nach Hause.
Wenn man jetzt durch Bradenton fährt, merkt man, dass Halloween immer näher rückt, und das ist  in den Vereinigten Staaten  bekanntlich ein sehr populäres Fest. Man sieht es hauptsächlich daran, dass jedes zweite Haus schon für Halloween dekoriert ist.


Am frühen Abend  treffen wir uns dann mit ein paar Freunden zu einem gemeinsamen Pool Barbecue. Zunächst  gehen wir – trotz der „cold front“ von 20 Grad anstatt der üblichen 30 Grad – in den Pool und essen dann anschließend Hotdogs und mexikanische Spezialitäten. Die Würstchen schmecken anders als in Deutschland, sind aber lecker. Als Nachtisch gibt es eine Art Schokokuchen, der mit Marmelade und Sahne gefüllt ist.
Hier ist jeder Tag auf seine Art und Weise etwas Besonderes.
Wir haben zwar keine Herbstferien wie unsere Mitschüler und Mitschülerinnen und gehen im Prinzip in den Ferien in die Schule, aber das stört uns überhaupt nicht.
Wir haben eine wundervolle Zeit hier, die keiner so schnell vergessen wird.

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