MPG goes America

Day 19 (30. Oktober)

von Jacqueline Kubiak


7:45 Uhr
Heute ist  ein ganz normaler „school day“, an dem morgens Schule ist und dann jeder etwas mit seiner Gastfamilie macht. Das Highlight für mich während des Morgens in der Schule ist wie jeden zweiten Tag die „JRTC“ class. Das Fach ist schwierig zu beschreiben, es ist unter anderem eine  Art militärischer Vorbereitung, aber nicht jeder, der das Fach  belegt, geht zwangsläufig zur „Army“. Man absolviert dort auch ein Fitnesstraining, erlernt ein selbstsicheres Auftreten oder erwirbt Führungsqualitäten.

Das ist das einzige Fach, bei dem der Lehrer erwartet, dass ich aktiv mitarbeite, weshalb ich auch – wie in dieser Stunde – bei einer Präsentation mit nach vorne muss und unser Thema mit vorstellen muss. Wir müssen sogenannte „ranks“ der Army präsentieren. Wir sprechen z.B. über den „cadet private“, den niedrigsten Rang in der Army, den man erreichen kann. Ich muss in „JRTC“ auch  immer die Tests mitschreiben.

Schüler in Amerika schreiben viel häufiger Tests als in Deutschland was, denke ich, damit zusammenhängt, dass die Schüler hier kaum in der Form mündlich mitarbeiten, wie wir es aus Deutschland kennen, sondern – wenn überhaupt – Antworten nur herein gerufen werden. Die Tests bis jetzt waren für mich machbar. Ich erreiche bei  dem heutigen Test z.B. 80% von 100%, allerdings nur mit ein bisschen Glück, denn ich bin ja noch nicht lange in dieser „class“ und es gibt immer einige neue englische Wörter, die ich nicht kenne.

14:05 Uhr
Die Schule endet und wir fahren erst einmal nach Hause, wo meine Partnerin und ich dann ein wenig Pause machen, bis die Mutter von der Arbeit kommt und wir zusammen zum Essen gehen. Wir essen alle einen Burger, den mir meine Gastmutter empfiehlt, da diese offenbar dort sehr gut sind. Das kann ich bestätigen. Danach  geht es dann weiter zu „Walmart“, einem riesigen Supermarkt. Hier findet man einfach alles – von Lebensmitteln über Kleidung bis zu Fahrrädern und Autoreifen. Anschließend fahren wir dann zu „Menchie’s“, einem meiner absoluten Lieblingsläden hier. Man kann sich eigenständig einen „frozen yogurt“ zusammenstellen. Zuerst entscheidet man sich für eine oder auch mehrere Eissorten des unglaublich tollen Sortiments.

Normalerweise kann man zwischen acht und zehn Sorten wählen. Je nach Wunsch kann man dann noch jegliche andere „Zutaten“ – z.B. kleine Schokostücke oder andere Süßigkeiten wie Weingummi – hinzufügen. Außerdem gibt es eine Auswahl an Obst und am Ende entscheidet man sich für die gewünschte(n) Saucen(n), wobei man meistens zwischen vier und fünf Saucen wählen kann.
Wieder zu Hause angekommen macht meine Partnerin ihre Hausaufgaben.

19:00 Uhr
Abends probieren wir schon einmal das erste Mal einige Halloween Kostüme an für die Halloween Party am kommenden Tag.
Ein normaler Schultag, der für mich aber wieder trotzdem aufregender Tag ist, geht zu Ende.

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