MPG goes America

Day 20 (31. Oktober)

von Maike Boiar


Halloween
Seit einigen Jahren hat sich der 31. Oktober auch in Deutschland zu einem Fest für Kinder entwickelt. An diesem Tag verkleiden sie sich als  Gespenster oder Hexen und wandern von Haus zu Haus und fragen nach Süßigkeiten.
Eigentlich ist der Halloween-Brauch sogar schon über 2500 Jahre alt. Damals lebten die Kelten in weiten Teilen Mitteleuropas.
In den USA hat Halloween immer noch eine größere Bedeutung als in Europa. Hier ist es völlig normal, dass ab dem 1. Oktober jede Menge Häuser von außen und von innen mit Skeletten, Kürbissen und Spinnen geschmückt sind. Es gibt sogar einen Fernsehsender namens „31 Days of Halloween“, in dem den ganzen Oktober lang rund um die Uhr Halloweenfilme gezeigt werden. Aber Halloween ist hier nicht nur das Wahrzeichen für Gruseliges. In den Halloweenshops gibt es neben gruseligen Kostümen auch Kostüme für Superhelden oder Märchenfiguren und alle Arten von sonstigen Kostümen, die alle fast schon ein wenig an unseren deutschen Karneval erinnern.
Da Halloween hier so eine große Sache ist, wundert es uns Deutsche nicht sonderlich, dass wir für den 31. Oktober zu einer Party eingeladen werden.

 

6pm – Let the party begin
Als wir um kurz nach sechs an dem Clubhaus von University Place, wo zwei Gastfamilien wohnen, ankommen, ist die Poollandschaft mit zahlreichen Skeletten und Kürbissen geschmückt.
Nachdem sich anfangs alle unsicher waren, was sie bei der Feier tragen sollen, sind nun zahlreiche außergewöhnliche Kostüme zu sehen, wie zum Beispiel Rotkäppchen als Horrorversion, Hexen und Zauberer, eine Kuh und Menschen mit täuschend echten Wunden.

 

Nachdem alle gegenseitig ihre Kostüme bewundert haben, geht es erst einmal ans Buffet. Neben Pizza und Hot Dogs gibt es zahlreiche Salate, Früchte, Muffins und Cupcakes mit Halloween Dekoration. Nach dem Essen werden Gruppenfotos gemacht, dann laufen alle in der Gegend herum, um nach Süßigkeiten zu fragen, hier mit dem Spruch „Trick or Treat“.

Während den meisten deutschen Jugendlichen das zu Hause zu peinlich wäre, ist das für die Amerikaner etwas ganz Normales. Wir werden von fast allen Familien in der Nachbarschaft freundlich empfangen und sammeln jede Menge Süßes.


Um 20 Uhr sind wir dann alle wieder bei der Party und fast alle springen in den beheizten Pool. Es gibt sogar einen kleinen Whirpool. Während wir im Wasser mit Bällen spielen, uns gegenseitig nass spritzen oder uns einfach nur im heißen Wasser entspannen, läuft auf einer großen Leinwand der Halloweenfilm „Hokus Pokus“.


Als wir dann genug vom Wasser haben, wärmen sich viele von uns mit einer heißen Schokolade auf. Gegen 10 Uhr neigt sich der Abend dann leider schon dem Ende zu und wir sind alle froh und glücklich, mal ein Halloween in Amerika erlebt zu haben.

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